Mobilitätseinbußen durch Arthrose.

Arthrose erschwert vieles, was vorher leichtgefallen ist: Sport, Hobbys und nicht zuletzt den beruflichen Alltag. Zum einen geschieht das durch Verknöcherungen, die den Bewegungsradius des betroffenen Gelenks tatsächlich verringern. Zum anderen schränken die Schmerzen die eigene Aktivität dahingehend ein, dass man beispielsweise jeden überflüssigen Gang zu vermeiden versucht.


 

Bewegungsmangel führt in einen Teufelskreis

Dadurch verschlechtert sich jedoch langfristig die Situation. Denn das Knorpelgewebe besitzt keine Blutgefäße und ist zur Versorgung auf die Gelenkflüssigkeit angewiesen. Diese wird bei jeder Bewegung durch den entstehenden und wieder nachlassenden Druck in das Knorpelgewebe gesaugt und wieder herausgepresst. Wenn dieser Mechanismus zum Stillstand kommt, verkümmert der Knorpel; Zellmaterial und Knorpelreste können nicht mehr ausgespült werden und vergrößern den Abrieb. Hinzu kommt, dass eine Schonhaltung andere, bislang gesunde Gelenke einseitig belastet und so Arthrosen in anderen Körperregionen begünstigt. Nimmt man die Mobilitätseinbußen einfach hin, können sie folglich früher oder später in einen Teufelskreis aus Schonhaltung, größeren Schmerzen und Fortschreiten der Erkrankung führen.

Aber nicht nur aus diesem Grund ist es wichtig, rechtzeitig Strategien zum Umgang mit der Krankheit zu entwickeln: Ebenso bedeutsam sind die psychischen Belastungen der Unbeweglichkeit, die Arthrose mit sich bringt: sozialer Rückzug, Einsamkeit und letztendlich Resignation vor der Krankheit sind nicht nur Gift für die Lebensqualität, sondern können auch die Schmerzwahrnehmung vergrößern.