Arthrose im Kniegelenk.

Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Es bildet die bewegliche Verbindung zwischen unseren längsten Knochen, dem Ober- und Unterschenkelknochen. Auch die Kniescheibe (Patella) gehört dazu. Wiederkehrende Knieschmerzen können auf Gonarthrose hindeuten – der Gelenkverschleiß im Knie gehört zu den häufigsten Ausprägungen der Arthrose.


 

Primäre und sekundäre Arthrose

Sie kann Folge des natürlichen Alterungsprozesses sein – dann spricht man von primärer Arthrose. Vermutlich spielt die genetische Veranlagung hier eine Rolle, z. B. schwaches Bindegewebe oder eine Veranlagung zu einem schwachen Knorpel. Es gibt zwar keinen eindeutigen Auslöser; häufig wird sie jedoch durch Fehlstellungen der Knochen wie beispielsweise O-Beine begünstigt. Tritt die Arthrose als Folge von Unfällen, Überlastung oder anderen klar feststellbaren Ursachen auf, spricht man von einer sekundären Arthrose.

Beide Faktoren fallen gerade im Kniegelenk häufig zusammen: Aufgrund der lebenslangen Belastung sind die Knie ohnehin starker Abnutzung ausgesetzt. Übergewicht, Bewegungsmangel oder besonders hohe Beanspruchung durch die Arbeit (z. B. als Fliesenleger oder Möbelpacker) beschleunigen den Verschleiß. Als Folge lässt sich das Gelenk nicht mehr ohne Schmerzen bewegen; im Extremfall kann es sogar versteifen. Daher ist es bei einer fortgeschrittenen Kniegelenksarthrose oft notwendig, ein künstliches Gelenk einzusetzen.


 

Knieschmerzen sind Warnsignale

Permanente Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Kniegelenk sind daher Alarmzeichen, die frühzeitig ärztlichen Rat erfordern. Gerade bei großen Gelenken hat sich die Injektion mit Hyaluron bewährt, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wieder herzustellen. Seit 2018 sind diese Hyaluron-Injektionen eine leitliniengerechte Therapie für Gonarthrose. Rechtzeitig behandelt, kann das Voranschreiten der Arthrose oftmals verzögert werden.