Wenn Arthrose die Seele krank macht.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen einerseits und degenerativen bzw. entzündlichen Gelenkerkrankungen andererseits – so weit sind sich Forscher einig.3 Ob jedoch Ursache und Folge jedesmal klar zuzuordnen sind, ist fraglich: Möglicherweise führt der durch die Verstimmung ausgelöste Bewegungsmangel zu Gelenkbeschwerden. Oder aber die Einschränkungen im Alltag sowie die chronischen Schmerzen führen zu depressiven Symptomen. Denkbar ist auch, dass entzündliche Prozesse, wie sie für manche Formen von Depression verantwortlich gemacht werden und auch bei Gelenkserkrankungen vorliegen, das Bindeglied darstellen.


 

Arthroseschmerz und Depression

Eine Studie, deren Ergebnisse 2018 veröffentlich wurden, untersuchte den Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und Arthrose des Kniegelenks.4 Die Studie kam zu dem Schluss, dass depressive Symptome mit dem erhöhten Schweregrad der Arthrose in Zusammenhang standen; und dass Depressionen eine häufige Begleiterkrankung der Gonarthrose darstellen: Jeder fünfte Gonarthrose-Patient leidet darunter – das sind doppelt so viele wie in der normal gesunden Bevölkerung. Weiterhin gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass auch umgekehrt psychologische Faktoren wie Depressionen die Schmerzempfindung und die körperliche Funktion negativ beeinflussen können.