Facettengelenks-Arthrose.

Die Facettengelenke sitzen paarweise an den Rückenseiten der Wirbelkörper und verbinden die einzelnen Wirbel nach oben und unten miteinander. Ähnlich wie an anderen Gelenken können sich auch die Knorpel der Facettengelenke abnutzen. Reiben dann die Knochen aufeinander, entsteht eine meist schmerzhafte Wirbelsäulenarthrose; häufig auch als Spondyl-Arthrose bezeichnet.


 

Welche Ursachen hat die Arthrose der Wirbelsäule?

Im Normalfall sind die Facettengelenke nur durch geringen Druck belastet; altersbedingter Verschleiß hält sich daher in Grenzen. Bei Fehlbelastungen jedoch (z. B. Hohlkreuz) oder durch Bandscheibenvorfälle steigt die Belastung der Facettengelenke um ein Vielfaches an. Übergewicht, schwache Stützmuskulatur, aber auch Osteoporose können das Problem zusätzlich verschärfen.


 

Rückenschmerzen bei Spondylarthrose

Eine Wirbelsäulenarthrose wird als starke Rückenschmerzen wahrgenommen. In der Regel setzen die ersten Schmerzen nach dem morgendlichen Aufstehen ein, wenn die Wirbelsäule unter dem Körpergewicht wieder etwas zusammensinkt, am häufigsten im Bereich der Lendenwirbelsäule. Befindet sich die Arthrose in der Halswirbelsäule, sind Nackenschmerzen die Folge. Die verschlissenen Gelenke neigen jedoch zum Aufbau von neuer Knochensubstanz – mit der möglichen Folge, dass Nerven eingeengt werden und Schmerzen ausstrahlen können. Neben den typischen Rückenschmerzen treten dann auch Schmerzen in den Beinen oder der Leistengegend bzw. in Armen oder Hinterkopf auf.


 

Therapieoptionen

Ein Allheilmittel gegen Spondyl-Arthrose gibt es nicht. Im Vordergrund steht auch hier die ganze Bandbreite konservativer und physiotherapeutischer Optionen, um Muskulatur aufzubauen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu fördern. Auch Schmerzlinderung durch Medikamente und die Ernährung sind von Bedeutung. 
Hyaluron-Injektionen – z. B. Recosyn m. d. N (mini dose) speziell für die Therapie kleiner Gelenke – stellen eine Behandlungsoption dar. 
Falls die Schmerzen auf diesem Weg nicht mehr kontrollierbar sind, kann als letzter Ausweg das Veröden der schmerzleitenden Nervenfasern in Betracht gezogen werden.