Was ist eigentlich Arthrose?

Gelenkschmerzen gehören mit zu den häufigsten Beschwerden. Sie können verschiedene Ursachen haben – Arthrose jedoch ist weltweit die häufigste Erkrankung der Gelenke. Darunter versteht man eine Abnutzung der Knorpelschicht, die an den Knochenenden zugleich als Stoßdämpfer und Schutz vor Reibung dient. Etwa fünf Millionen Deutsche leiden darunter – Tendenz steigend. Für frühe Formen sind die Zahlen noch höher: Experten rechnen mit rund 35 Millionen Erkrankten; wobei das Risiko ab dem 30. Lebensjahr linear ansteigt. Bei Senioren sind bereits 75 % betroffen.


 

Wenn der Knorpel fehlt

Die Knorpelschicht besteht aus Knorpelzellen einerseits und der Interzellularsubstanz andererseits; namentlich aus Kollagenfasern, Wasser, Proteinen und Hyaluronsäure. Wird diese Knorpelschicht geschädigt, verliert sie mit der Zeit ihre Schutzfunktion und am Ende reiben die Knochenenden aufeinander: Bewegungen verursachen in zunehmendem Maße Schmerzen. Geht der Patient dann ein Schonverhalten ein, wird der Knorpel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, was seinen Abbau beschleunigt. Außerdem können dadurch andere Gelenke ungleichmäßig stärker belastet werden und ihrerseits erkranken.


 

Arthrose: nicht heilbar, aber behandelbar

Eine vollständige Regeneration des Knorpels ist nicht möglich; Arthrose folglich nicht heilbar. Daher fokussiert die Therapie auf Schmerzlinderung (z. B. mit Schmerzmitteln) und Erhalt der Beweglichkeit. Mit diesen zwei Säulen ist es immerhin möglich, den Abbau des Knorpels zu verzögern und die Symptome und Beschwerden der Arthrose zu lindern. Bewährt hat sich dabei – gerne kombiniert mit Bewegungstherapie – eine Behandlung mit Hyaluron (auch Hyaluronsäure genannt). Vereinfacht gesprochen wird ein naturidentischer Bestandteil der Gelenkflüssigkeit direkt in das Gelenk gespritzt; und es werden, sowohl hinsichtlich Schmerz- und Entzündungslinderung als auch der Wiederherstellung des Bewegungsspielraums, gute Resultate erzielt.