Ernährung bei Arthrose.

Eine Ernährungsumstellung bei Arthrose ist aus mehreren Gründen sinnvoll: Erstens erleichtert der Abbau von Übergewicht den tragenden Gelenken die Arbeit. Schon eine Gewichtsabnahme um rund 10 % kann beispielsweise die Schmerzen im Kniegelenk deutlich reduzieren.9 Hinzu kommt, dass Fettdepots im Körper Zytokine produzieren – Hormone, die Entzündungsprozesse fördern. Zweitens kann man mit der Ernährung Einfluss auf eben diese Entzündungsprozesse sowie auf den Stoffwechsel von Muskeln, Knorpel und Knochen nehmen und sie günstig beeinflussen.


 

Nachhaltig statt kurzfristig

Für eine nachhaltige Gewichtsabnahme sind kurzfristige Diäten nicht geeignet. Erfolgversprechender ist vielmehr die Kombination aus vollwertiger Ernährung und moderater sportlicher Bewegung. Verzichten Sie zunächst auf gehärtete und gesättigte Fette, wie sie in Fast Food enthalten sind, und schränken Sie den Verzehr von Fleisch stark ein – beides begünstigt die Entstehung von Übergewicht und fördert entzündliche Prozesse im Körper. Abzuraten ist auch von Genussgiften wie Nikotin und Alkohol. Von Vorteil sind dagegen folgende Nährstoffe:


 

Ballaststoffe

Empfohlen werden mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag; darunter sowohl lösliche (aus Gemüse und Früchten) als auch unlösliche (aus Getreide und Hülsenfrüchten). Sie sorgen für ein nachhaltiges Sättigungsgefühl, fördern eine gesunde Darmflora und transportieren Giftstoffe aus dem Darm.


 

Eiweiß

Arthrose-Patienten sollten täglich etwa 1 g Proteine pro kg Körpergewicht zu sich nehmen – vorzugsweise aus Eiern, Hülsenfrüchten oder Fleischersatz. Auch Milchprodukte sind empfehlenswert, weil sie außerdem Vitamin D und Calcium liefern können.


 

Vitamin D

Das „Sonnenvitamin“ ist ein unentbehrlicher Nährstoff für Muskeln, Knochen und Knorpel – der Körper benötigt jedoch ausreichend Sonnenlicht, um es zu bilden. Die Empfehlung der DGE für Erwachsene lautet, täglich 800 IE zu sich zu nehmen. Vitamin D ist vor allem in Milchprodukten, Ei, Fisch und Pilzen enthalten.


 

Fettsäuren

Diese Bestandteile der Fette lassen sich unterteilen in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren kommen in Lebensmitteln tierischen Ursprungs sowie in Palmkernfetten vor. Sie sollten nur in geringem Maß verzehrt werden.

Unter den mehrfach ungesättigten sind vor allem zwei von Bedeutung: die Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren. Letztere fördern Entzündungsprozesse und unterstützen so den Körper dabei, Erreger zu bekämpfen. Bei einer aktivierten Arthrose ist es dagegen sinnvoller, auf Omega-3-Fettsäuren umzustellen – diese hemmen Entzündungsprozesse. Sie finden sich vor allem in fetten Kaltwasserfischen und in Chia-Samen, Hanf- oder Leinsamen sowie in Walnüssen.


 

Diese Aufzählung kann nur eine Anregung sein und bildet längst nicht alle Möglichkeiten ab, sich bei Arthrose gesund zu ernähren. Für konkrete Empfehlungen fragen Sie am besten einen geprüften Ernährungsberater um Rat oder informieren sich mithilfe eines Fachbuchs.