Arthrose im Handgelenk.

Das Handgelenk ist die komplexe, aus mehreren Teilgelenken zusammengesetzte Verbindung zwischen Hand und Unterarm und zeichnet sich durch eine enorme Beweglichkeit aus. Unter einer Arthrose des Handgelenks versteht man häufig die Knorpelabnutzung zwischen den Gelenkflächen von Speiche und Handwurzelknochen; prinzipiell ist eine Arthrose aber auch in jedem anderen Bereich möglich.


 

Wer ist von Handgelenksarthrose betroffen?

Gerade starke Beanspruchung der Hände im Beruf lässt die Häufigkeit für Handgelenksarthrose ansteigen – das gilt für Klavierspielen ebenso wie für das Bedienen eines Presslufthammers. Aber auch posttraumatische Arthrosen – also Spätfolgen von Verletzungen – haben eine große Bedeutung: Oft bewirkt ein Unfall, dass ein Knorpel abgesprengt und der Bewegungsablauf im Gelenk gestört wird.


 

Wie sich Arthrose im Handgelenk zeigt

Meistens führt schon das Beschwerdebild zu einer Verdachtsdiagnose. Im Röntgenbild zeigt sich dann häufig der Abnutzungs- bzw. Schweregrad; im Zweifelsfall kann ein CT- oder MRT-Bild Klarheit schaffen. Eine Heilung ist bis heute nicht möglich – daher konzentriert sich die Therapie auf Schmerzlinderung sowie Erhaltung von Funktion und Beweglichkeit des betroffenen Gelenks. Ergo- und Physiotherapie haben sich in dieser Hinsicht bewährt. Hyaluron-Injektionen als Ersatz für die natürliche Gelenkflüssigkeit stellen eine Behandlungsoption dar.

Falls die Schmerzen im Rahmen der konservativen Therapie nicht kontrollierbar sind, bleiben noch die Optionen, den Gelenkabschnitt gezielt auszuschalten (= Resektionsarthroplastik) oder das Gelenk künstlich zu versteifen. Ersteres ist weniger kompliziert, hat jedoch eine mehr oder weniger starke Kraftminderung zur Folge. Bei der Versteifung bleiben Kraft und Beweglichkeit nahezu beschwerdefrei erhalten, wenn auch mit verringertem Bewegungsausmaß. Ein frühzeitiger Behandlungseinstieg kann den Krankheitsverlauf lange Zeit aufhalten und eine Operation bisweilen ganz vermeiden.