Arthrose im Kiefergelenk.

Unser Kiefergelenk ist das Gelenk unseres Körpers, das wir am meisten benutzen: beim Beißen und Kauen, aber auch beim Sprechen und Schlucken ist es in Bewegung. Erst wenn es knackt und knirscht, wird uns seine Bedeutung so richtig bewusst. Das Kiefergelenk ist aber auch das kleinste und beweglichste Gelenk, das gleichzeitig Beißkräfte von bis zu 100 kg aufnehmen muss. Wie alle anderen Gelenke auch, kann das Kiefergelenk verschleißen und mit der Zeit eine Arthrose entwickeln.

Die Auslöser dafür sind vielfältig: Schon der Verlust einiger Backenzähne oder schlecht angepasster Zahnersatz können zu einer Fehlbelastung und damit zur Arthrose führen; ganz zu schweigen vom nächtlichen Zähneknirschen.


 

Anzeichen und Therapie der Kiefergelenksarthrose

Betroffene bemerken zunächst Knack- und Knirschgeräusche beim Bewegen des Kiefergelenks; auch können Schmerzen beim Kauen und Gähnen auftreten. Häufig äußern sich auch Rücken- oder Nackenschmerzen; manchmal entstehen aufgrund von Belüftungsstörungen des Innenohres Ohrenschmerzen. Maßgeblich zur Diagnose ist das OPG – ein Röntgenbild, das den Halbkreis von Ober- und Unterkiefer von einem Ohr zum anderen abbildet.

Anschließend steht die Beseitigung der ursächlichen Problematik im Fokus – abgenutzte Kronen oder Brücken müssen ersetzt bzw. stressbedingtes Zähneknirschen durch eine Schiene verhindert werden. Zur Stressreduktion können eventuell auch Entspannungsübungen beitragen. Man versucht grundsätzlich, möglichst lange konservativ zu behandeln; im fortgeschrittenen Stadium kann ein operativer Eingriff darin bestehen, das Gelenk zu spülen (abgestorbenes Knorpelgewebe wird aus dem Gelenk gespült) oder schließlich die Gelenkinnenhaut zu entfernen (kann die Zerstörung des Gelenkknorpels verlangsamen).