Arthrose im Ellenbogengelenk.

Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Teilgelenken, die den Oberarmknochen, die Elle und die Speiche verbinden. Das komplexe Gelenk ermöglicht nicht nur Beugen und Strecken des Arms, sondern auch die Teildrehung des Unterarms. Arthrose im Ellenbogengelenk betrifft vor allem Menschen, die es aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit besonders belasten wie Gärtner oder Bauarbeiter. Sportler, insbesondere Bodybuilder oder Speerwerfer, sind ebenfalls gefährdet; meist jedoch entsteht sie als Folge eines Unfalls.


 

So macht sich Arthrose im Ellenbogen bemerkbar

Auffällig wird Ellenbogenarthrose in der Regel anfangs durch phasenweise Bewegungsschmerzen, die ab und zu auftreten und dann wieder vollständig abklingen. Mit der Zeit werden die schmerzfreien Episoden jedoch immer kürzer und die Schmerzen stärker, bis sie teilweise bis in den Unterarm oder die Schulter ausstrahlen und schließlich auch in Ruhestellung auftreten.

Charakteristisch ist auch eine Morgensteifigkeit des Ellenbogengelenks. Viele Patienten nehmen außerdem ein klassisches Knirschen wahr, wenn sie das Gelenk bewegen. Bewegungseinschränkungen durch abgelöste Knorpelstücke treten erst im fortgeschrittenen Stadium auf; eine häufig vorliegende Schwellung kann diese noch verstärken.


 

Diagnose und Therapie

Eine Ellenbogenarthrose kann in den überwiegenden Fällen durch Röntgen zweifelsfrei diagnostiziert werden, da sich die charakteristischen Veränderungen in den Aufnahmen darstellen lassen. Die Behandlung ruht auf zwei Pfeilern, der konservativen und der operativen Therapie. Neben Medikamenten zur Schmerzlinderung oder um eventuelle Entzündungen einzudämmen, dienen Krankengymnastik sowie Wärme- oder Kälte-Anwendungen dazu, die Beweglichkeit zu erhalten.
Hyaluron-Injektionen als Ersatz für die natürliche Gelenkflüssigkeit stellen eine Behandlungsoption dar. In Extremfällen können die Reibungsflächen der Knochen operativ geglättet, Knorpelstücke entfernt oder sogar das Gelenk durch ein künstliches ersetzt werden.