Arthrose im Sprunggelenk.

Genau genommen gibt es zwei Sprunggelenke – das obere und das untere. Die obere Sprunggelenksgabel wird geformt von Schien- und Wadenbein, in der sich das Sprungbein auf und ab dreht. Das untere Sprunggelenk besteht aus Sprung- und Fersenbein, das die seitliche Kippbewegung des Rückfußes ermöglicht. Zusammen übertragen sie das gesamte Körpergewicht auf den Fuß. Beim Gehen, Laufen und Springen wirkt bisweilen mehr als das Fünffache des Körpergewichts darauf ein. Damit sind sie die am stärksten belasteten Gelenke im Körper.


 

Ursachen der Sprunggelenksarthrose

Eine primäre Arthrose – also ohne erkennbaren Auslöser – kommt trotzdem eher selten vor. Fast immer handelt es sich um Spätfolgen einer Verletzung, die nicht richtig erkannt oder austherapiert wurde. Beim Verdrehen oder Umknicken werden nicht nur die Bänder geschädigt, sondern auch der Knorpel. Eine Bänderdehnung oder ein Außenbandabriss können bereits bei jüngeren Patienten zu Störungen mit der Spätfolge Sprunggelenksarthrose führen. 


 

Symptome und Behandlung

Zu Beginn verursacht der Gelenkverschleiß kaum Symptome. Erste spürbare Anzeichen sind oft tiefsitzende Schmerzen oder ein Ziehen im Gelenk. Später treten morgendliche Anlauf- und Belastungsschmerzen auf. Betroffene haben Schwierigkeiten, richtig abzurollen. Im fortgeschrittenen Stadium verliert das Sprunggelenk seine natürliche Form; chronische Schmerzen treten auf, bis das Gelenk im Spätstadium versteift und die typische Spitzfußstellung zeigt. Physiotherapie, Schmerzmittel oder spezielle Bandagen zur Ruhigstellung zählen zu den konservativen Therapieoptionen. Hyaluron-Injektionen als Ersatz für die natürliche Gelenkflüssigkeit stellen eine Möglichkeit der Behandlung dar. Im fortgeschrittenen Stadium kommen verschiedene operative Verfahren bis hin zum Einsatz eines künstlichen Gelenks in Frage.