Arthrose durch die Arbeit.

Büromitarbeiter, die stundenlang vor dem Computer sitzen, Gärtner, Installateure und Fliesenleger, die einen Großteil des Tages auf den Knien verbringen, Pflegepersonal: Sie alle gehören zu den Berufsgruppen mit einem erhöhten Risiko, an Arthrose zu erkranken.

Tätigkeiten, die in der Hocke oder im Knien ausgeführt werden, führen zu einem erhöhten Druck auf den Gelenkknorpel und können beispielsweise zu Arthrose im Kniegelenk führen. Wer im Alltag viel am Computer schreibt, erkrankt überdurchschnittlich häufig an Handgelenksarthrose.


 

Anerkennung als Berufskrankheit

Wer an Arthrose leidet und den Verdacht hat, dass es sich um eine Berufskrankheit handelt, sollte darüber mit seinem Arzt sprechen. Bestätigt sich der Verdacht, muss eine entsprechende Meldung an die Berufsgenossenschaft oder den Unfallversicherungsträger ergehen. Betriebs- oder Personalrat können dabei Unterstützung leisten, denn für die Anerkennung einer Berufskrankheit muss eindeutig sein, dass der gesundheitliche Schaden durch die berufliche Tätigkeit entstanden ist. Gegen einen negativen Bescheid kann gegebenenfalls auch Widerspruch eingelegt werden.


 

Selbsthilfe gegen Verschleiß

Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung ist moderate sportliche Bewegung. Dadurch werden Abfallprodukte aus den Zellen geschwemmt, die Muskeln gekräftigt und die Gelenkknorpel mit Nährstoffen versorgt. Aber schon folgende einfache Maßnahmen können helfen, eine körperlich einseitig belastende Tätigkeit zu unterbrechen:

  • beim Telefonieren aufstehen und umhergehen
  • nicht länger als nötig in derselben Haltung verharren
  • statt den Aufzug die Treppe nutzen
  • in der Mittagspause spazierengehen
  • Mobilitätsübungen am Arbeitsplatz durchführen