Haben Sie Fragen zur Arthrose-Therapie mit Hyaluron?

Die wichtigsten Antworten finden Sie hier:

Warum ist die Hyaluron-Therapie eine Selbstzahlerleistung?

Bei der Behandlung der Arthrose hat die Hyaluronsäure einen hohen Stellenwert. Sie wird bereits in einem relativ frühen Stadium der Erkrankung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) weisen darauf hin, dass die Therapie mit Hyaluronsäure als intraartikulare Spritzentherapie ein wichtiger Bestandteil der Arthrosetherapie ist. Die Hyaluronsäure-Therapie ist jedoch gemäß Mitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung und wird daher als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten. Private Krankenkassen (PKV) übernehmen teilweise – je nach Vertrag – die Kosten für die Behandlung.


 

Sind die Spritzen schmerzhaft?

Natürlich ist das Schmerzempfinden individuell unterschiedlich. Eine fachgerechte Injektion ins Gelenk ist jedoch kaum beschwerlicher als eine Blutabnahme. Gelegentlich löst sie einen leichten Druck oder ein kurzes Brennen im Gelenk aus. Bei tief unter dem Gewebe liegenden Gelenken wie der Hüfte kann die Injektion auch unter örtlicher Betäubung erfolgen. Bedenken Sie: Dem subjektiv unangenehmen Eingriff stehen außerdem immer die objektiv größeren Arthrose-Schmerzen gegenüber; Angst vor Schmerzen durch die Spritze sind daher nicht gerechtfertigt.


 

Besteht ein Infektionsrisiko?

Der Eingriff wird in hochreiner Umgebung vorgenommen und die betreffende Hautstelle gründlich desinfiziert. Dass es durch die Injektion zu einer Infektion des betroffenen Gelenks kommt, ist daher unwahrscheinlich – ganz auszuschließen ist es jedoch nicht. Statistisch kann es in einem von 20.000 Fällen (0,005 %) dennoch zu einer Infektion kommen.


 

Gibt es Nebenwirkungen?

Nach einer Injektion in das betroffene Gelenk sind Nebenwirkungen wie Schmerzen, Wärmegefühl, Rötung oder Schwellung denkbar. Diese Reaktionen sind normalerweise mild und moderat und können gut durch Schonung, Kühlung (Eispackung) und Schmerzmittel behandelt werden.13

Studien und klinische Erfahrungen zeigen, dass die Behandlung mit Hyaluronsäure viel weniger unerwünschte Wirkungen hat als andere Behandlungsoptionen, wie z.B. NSAR, Opioide oder Paracetamol. Recosyn ist gut verträglich und millionenfach bewährt (zwischen 2014 und 2018 wurden über 2 Millionen Recosyn-Spritzen injiziert).

13 Jerosch 2015 Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäure. Z. Rheumatol 74: 764-773


 

Wie wird Recosyn hergestellt?

Das Hyaluron aller Recosyn-Produkte wird aus Bakterien durch Fermentation (ein biochemischer Prozess) gewonnen; ist also vegan und nicht (wie manche anderen Hyaluron-Produkte) tierischen Ursprungs. Am Ende des Herstellungsprozesses werden die Blister bei hohen Temperaturen von 121 – 134 °C und hohem Druck sterilisiert. Die Recosyn-Produkte erfüllen daher folgende Qualitätsmerkmale:

  • Herstellung durch Fermentation (biochemischer Prozess)
  • Zulassung für alle Gelenke (Recosyn Uno ultra nur für das Kniegelenk)
  • Hitzesterilisation
  • Optimales Molekulargewicht zwischen 1,6 und 2,1 Mio. Dalton